Die wichtigsten Schädlinge im Überblick
Die am häufigsten auftretenden Schädlinge werden an dieser Stelle mit weiterführenden Informationen vorgestellt. Eine große Sammlung weiterer Schädlinge finden sie in unserem Schädlingslexikon; auch die Kategorien wie "Lästlinge", "Hygieneschädlinge" usw., die ihnen vielleicht schon einmal untergekommen sind, werden eingehend erläutert. Selbstverständlich ist trotz aller Information im Internet ein fachmännischer Rat unersetzlich - daher bieten wir Ihnen die Artbestimmung durch unsere Experten an.
Ameisen
Ameisen leben u. a. von zuckerhaltigen Substanzen und Fleisch. In Wohnungen und Vorratsräumen werden sie von Zucker, Früchten, Honig, Speisen, aber auch von frischen Fleischwaren angelockt.
Die Ameisenstraßen führen zu den Nestern an sandigen, sonnigen Stellen in Gärten, an Wegrändern, unter Steinen und Platten, häufig mit Erdaufwurf. In älteren Gebäuden können sie Holz zerstören.
Heimchen
Heimchen vermehren sich in Schlupfwinkeln von Häusern, vor allem dort, wo es warm, feucht und dunkel ist (Keller, Küche usw.}. Dort halten sie sich tagsüber verborgen. Nachts gehen sie auf Nahrungssuche; sie sind Allesfresser. Während der warmen Sommermonate leben sie häufig im Freien und vermehren sich besonders gern auf Müllplätzen. Von dort wandern sie.
Der Frassschaden beim Heimchenbefall ist eher gering, befallene Nahrungsmittel werden jedoch mit Kot und leeren Larvenhäuten verschmutzt. Das Zirpen der Männchen wird als Belästigung empfunden.
Mäuse
Die Hausmaus lebt bevorzugt in trockenen Räumen, kann sich gut an verschiedene Bedingungen anpassen, z. B. an Kälte - Mäuse kommen sogar in Kühlhäusern vor.
Lebens- und Futtermittel, aber auch Textilien, Papier, Leder u. a. werden angefressen und durch Exkremente verunreinigt. An Getreide unterscheidet sich Auftreten der Mäuse von Rattenbefall durch das Vorhandensein von kleinen, ca. 1-2 mrn großen Nagespänen (Spelzen, Kornstückchen). Überträgt auch Krankheiten, z. B. Para-typhus, Trichinose u. a.
Motten
Motten und vor allem ihre Larven sind Material- und Vorratschädlinge, die weit mehr Stoffe als die bekannte Kleidermotte befallen.
Getreide, Backwerk und sogar die Korken in Weinlagern fallen verschiedenen hochspezialisierten Mottenarten zum Opfer.
- Getreidemotte (Getreide, Reis, Mais)
- Kleidermotte (Lochfraß und Kahlstellen an Wollstoffen, Pelzen, Teppichen)
- Korkmotte (Korken abgefüllter Weine)
- Kornmotte (Getreide, Drogenpflanzen, Gewürze u.a.)
- Kupferrote Dörrobstmotte (Lochfraß an Dörrobst, Nüssen, Backwaren, gelagerten Drogenpflanzen, Gewürzen u. a.)
- Mehlmotte (Mehlprodukte, Backwaren, Körner, Dörrobst sowie Schäden durch Gespinste)
- Speichermotte (auch Heu- oder Kakaomotte) (Kakaoprodukten, Futtermittel, Nüssen, Dörrobst sowie Schäden durch Gespinste)
Ratten
Verschmutzung und Fraß von Nahrungs und Futtermitteln aller Art, auch verdorbener und faulender Substanzen. Daher häufig auf Müllplätzen. Nagetätigkeit an Verpackungs- und Baumaterial. Schäden auch in Feldbeständen, z, B. Mais.
Nimmt auch tierische Nahrung zu sich; kleine Haustiere können angefallen und getötet werden. Übertragen direkt oder indirekt viele gefürchtete Krankheiten auf Mensch und Vieh, z. B. Typhus, Cholera, Ruhr, Pest, Tuberkulose, Trichinose, Maul- und Klauenseuche u. a.
Reismehlkäfer
Der widerstandsfähige Käfer ist ein gefürchteter Vorratsschädling. Käfer und Larven fressen Mehl bzw. Mehlprodukte, auch Teigwaren, Backwaren, Dörrobst, Nüsse. Weitere Folgeschäden sind eine starke Verunreinigung, Mehl wird klumpig, riecht muffig und erwärmt sich. An der Oberfläche befallener Partien finden sich häufig Larvenhäute.
Schaben
Schaben sind Allesfresser und gehen auch an organisches Material aller Art, wie z. B. Gewebe, Leder und Papier. Feuchte, weiche, auch faulende Lebensmittel und Stoffe werden am liebsten aufgenommen. Schaden entsteht durch Verunreinigung und Verbreitung von Fäulniserregern und Krankheitskeimen, wie z. B. Milzbrand, Salmonellen, Tuberkulose; Schaben sind auch Zwischenwirte von Fadenwürmern und mitverantwortlich für infektiösen Hospitalismus in Krankenhäusern.
Silberfische
Lichtscheue, flügellose, flinke Insekten - da ihr Vorkommen an Feuchtigkeit gebunden ist, findet man sie oft in Speisekammern, Badezimmern, Küchen, Waschküchen, Abstellkammern, schlecht ausgetrockneten Neubauten, Schiffen u.a.
Als Nahrung dienen vorwiegend kohlen-hydratreiche Stoffe, wie Zuckerwaren, Kleister und Klebstoffe. Auch gestärkte Textilien, Kunstfasergewebe, Lederwaren, Bucheinbände u. a. schädigen sie durch ihren Schabe- und Lochfraß.
Verwilderte Haustauben
Verwilderte Haustauben können erhebliche Schäden zum Beispiel durch ihren Kot anrichten, auch sind sie Überträger von Krankheiten. Gerade in Städten vermehren sie sich stark. mehr über Haustauben als Schädlinge
Wespen
Wespen sind typische Lästlinge. Sie verursachen schmerzhafte Stiche, außerdem gibt es Fraß an Obst, Säften, Kuchen, Marmeladen u.a.
Tierisches Eiweiß wird ebenfalls zur Entwicklung der Tiere benötigt.
(Alle Texte und Bilder dieser Datenbank sind Eigentum der Bayer Vital GmbH & Co. KG)






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